Genzoh Takehisa武久源造

Tastenkünstler & Komponist

Genzoh Takehisa

武久源造

Durch historische Instrumente und Forschung hindurch —
die neue Musik des 21. Jahrhunderts erschaffen.
Auf der Suche nach dem Klang, den Bach suchte: mit dem eigenhändig
restaurierten und verfeinerten Silbermann-Flügel, dem Cembalo und der Orgel.

Philosophie

Historische Instrumente sind kein Ziel — sie sind ein Tor. Aus dem Klang, den Bach suchte, die neue Musik des 21. Jahrhunderts zu schaffen: das ist das Lebenswerk von Genzoh Takehisa. Aufführungen und Improvisationen auf dem eigenhändig restaurierten Silbermann-Flügel, eigene Kompositionen und Bach auf dem Cembalo — im Konzert, auf Tonträgern und auf dem offiziellen YouTube-Kanal.

Biographie

Porträt von Genzoh Takehisa am Instrument
Genzoh Takehisa

Geboren 1957 in Matsuyama (Ehime, Japan). 1984 Abschluss an der Tokyo University of the Arts (Graduiertenschule für Musikwissenschaft).

„Einfach überzeugend, ungemein wirkungsvoll" — so urteilte die Kritik über Genzoh Takehisas Interpretation der Orgelwerke Buxtehudes sowie über sein eigenes Oratorium „Schöpfung" während einer Deutschland-Tournee mit dem Ensemble Musica Poetica. Takehisa begann 1969, im Alter von zwölf Jahren, mit dem Cembalospiel. An der Tokyo University of the Arts widmete er sich der Rhetorik der europäischen Musik des 16. und 17. Jahrhunderts.

Seit 1984 konzertiert er in ganz Japan, mit einem Repertoire vom Mittelalter bis zur Gegenwart; seit 1986 komponiert und arrangiert er. Seine mehr als 35 CDs bei ALM Records und Aeolian — darunter die Goldberg-Variationen und die Reihe „The Realms of Keyboard Music" — wurden vielfach von der führenden Musikzeitschrift „Record Geijutsu" ausgezeichnet. Im Jahr 2000 gründete er sein eigenes Vokal- und Instrumentalensemble Conversum Musicum, mit dem er ab 2002 jährlich in Korea gastierte.

2002 erschien sein Buch „Neue Menschen machen neue Musik". Von 1998 bis 2010 lehrte er am Ferris University College of Music. 2013 dirigierte er die umjubelte japanische Erstaufführung von Rameaus „Les Paladins". In den letzten Jahren konzertiert er regelmäßig in Europa — in Deutschland, Litauen, Island und Schweden — mit Programmen auf Orgel, Cembalo und weiteren Instrumenten, stets mit Improvisation.

🎉 20. Homma-Kazuo-Kulturpreis (2023)

Bekanntgabe der Japan Braille Library (japanisch)

Instrumente

Silbermann-FlügelDAS HERZ SEINES KLANGS

  • Rekonstruktion: Kenta Fukamachi (2007)
  • Modell: Gottfried Silbermann, 1747
  • Verbesserungen: Hämmer, Dämpfer u. a., eigenhändig gefertigt von Genzoh Takehisa
  • Stimmton: a¹ = 415 Hz
  • Temperatur: Neidhardt „für ein Dorf", eingerichtet von Takehisa

Ein Hammerflügel jenes Typs, den Bach selbst spielte — seine Stimme neu zum Leben erweckt und ins Zentrum von Takehisas Spiel und Improvisation gestellt.

TafelklavierDAS KLAVIER VON CHOPINS SALON

  • Erbauer: Seuffert & Seidler (Wien)
  • Zeit: 1827–1846
  • Herkunft: 2018 in Osaka übernommen
  • Restaurierung: Genzoh Takehisa (Saiten & Hämmer von Hand)
  • Umfang: sechseinhalb Oktaven (CC–g'''')

Das Instrument des Hauses und Salons, das Chopin kannte. Von diesem Namen sind weltweit nur drei oder vier erhalten — dieses seltene Exemplar, von eigener Hand wiederbelebt.

PedalcembaloEIN SELTENES INSTRUMENT

  • Ein Cembalo mit vollem Pedal unter den Manualen
  • Eines der seltensten Tasteninstrumente
  • In rund 60 Jahren haben nur etwa ein Dutzend Spieler darauf aufgenommen

Ein seltenes Cembalo, dessen Füße ebenfalls eine Linie singen können. Takehisa erforscht die Möglichkeit, dass Bach Werke auf einem solchen Instrument spielte.

Broadwood-FlügelA VICTORIAN GRAND

  • Erbauer: John Broadwood & Sons (London)
  • Zeit: um 1866 (viktorianisch)
  • Mechanik: englische Mechanik (einfache Auslösung)
  • Umfang: sieben Oktaven, 85 Tasten (A–A)
  • Ein schlichter, direkter Bau; der Deckel öffnet nur bis 45°

Ein Broadwood aus der Zeit von Brahms und Clara Schumann — der gerade Klang einer Mechanik mit einfacher Auslösung. Genzoh Takehisa hält ihn mit eigener Hand am Leben, und auch seine Schüler lernen diesen Klang kennen.

Weitere historische TasteninstrumenteHISTORISCHE INSTRUMENTE

  • Clavichord
  • Cembalo (deutscher Typ, wie Bach ihn spielte, mit Pedalklaviatur)
  • Walter-Flügel (Hammerflügel vom Typ Mozarts und Beethovens)
  • und weitere
Das Silbermann-Klavier heute — Mito Sōgakudō, 2026
Das Silbermann-Klavier mit geöffnetem Deckel (Mito Sōgakudō, 2026) Die geschwungene Seite des Silbermann-Klaviers (Mito Sōgakudō, 2026) Die Klaviatur des Silbermann-Klaviers (Mito Sōgakudō, 2026) Das Silbermann-Klavier, Gesamtansicht (Mito Sōgakudō, 7. Juni 2026)
Tafelklavier von Seuffert & Seidler (Wien, 1827–1846) — das Instrument des Hauses und Salons, das Chopin kannte
Frontale Gesamtansicht des Nussbaum-Tafelklaviers mit geöffnetem Deckel, auf gedrechselten Beinen mit leierförmigem Pedal — ein Wiener Hausklavier des 19. Jahrhunderts Tafelklavier von Seuffert & Seidler (mit geöffnetem Deckel) Gesamtansicht des Tafelklaviers Das Namensschild: Seuffert & Seidler in Wien

2018 aus Osaka übernommen, unspielbar; mit Saiten des frühen 19. Jahrhunderts neu bezogen und die Hammerfilze wiederbelebt — von eigener Hand restauriert. Umfang sechseinhalb Oktaven (CC–g''''). ▶ Dieses Instrument hören (Chopin)

Klavichord — das leiseste aller Tasteninstrumente, in der Werkstatt von Genzoh Takehisa
Genzoh Takehisa spielt ein Klavichord — ein rechteckiges, kastenförmiges Instrument mit waagerecht hinter den Tasten gespannten Saiten Genzoh Takehisa neben dem grünen kastenförmigen Klavichord, eine Hand darauf gelegt

Ein kleines Metallplättchen (die Tangente) berührt die Saite und lässt den Ton erklingen — eine sehr leise, innige Stimme. Zu Bachs Zeit zum Üben und Komponieren zu Hause tief geliebt.

Broadwood-Flügel — die Klaviatur und das Namensschild „John Broadwood & Sons, London“ (um 1866, London)
Die Broadwood-Klaviatur und das goldene Namensschild „John Broadwood & Sons London“ mit durchbrochenem Notenpult

Seriennummer 5884 (signiert von den Handwerkern James Wilson und D. Moir). Ein viktorianischer Flügel mit sieben Oktaven, 85 Tasten.

Pedalcembalo — ein Cembalo mit Manualen und vollem Pedal, eines der seltensten Tasteninstrumente der Welt
Gesamtansicht des zweistöckigen Pedalcembalos mit Pedalklaviatur auf der Konzertbühne

▶ Ein vollständiges 90-minütiges Konzert auf diesem Instrument hören

Instrumente mit eigener Hand instand setzen — Hämmer, Stimmung und die Kunst des Klangs
Anfertigen der Hammerbeläge — das Herz des Instruments, von eigener Hand Stimmen und Pflege eines Instruments zu Hause Genzoh Takehisa bei der Restaurierung eines Instruments Einen Kiel (Docke) in der Hand, einzeln bearbeitet Die Werkbank — eine entstehende Docke und Stimmwerkzeuge Nahaufnahme einer fertigen Docke

▶ Seltene Aufnahmen von Hammerbau und Restaurierung ansehen

Jedes Instrument von innen kennen, mit eigenen Händen daran arbeiten, das Äußerste seines Charakters hervorholen — eine Art des Musizierens, die auch von Instrumentenbauern hoch geschätzt wird.

Videos

Markenfilm (84 Sek.) — Der Klang, den Bach suchte: entdeckt, und weiter in die Zukunft. Pedalcembalo, Silbermann-Klavier, Improvisation und Szenen der eigenhändigen Instrumentenreparatur

Silbermann-FlügelSilbermann Piano

J.S. Bach: Sinfonia Nr. 6 E-Dur, BWV 792 — auf dem Silbermann-Flügel (Seiho Ongakukan, 2026)
Auf der Suche nach dem Klang, den Bach spielte — Hammerbau und Restaurierung des Silbermann-Flügels (seltene Aufnahmen)

CembaloHarpsichord

J.S. Bach: Goldberg-Variationen BWV 988 (vollständig) — live auf einem deutschen zweimanualigen Cembalo
J.S. Bach: Präludium und Fuge G-Dur, BWV 541 — auf dem Cembalo mit Pedalklaviatur

TafelklavierSquare Piano

Chopin: Etüde f-Moll, Op. 25 Nr. 2 — auf einem Tafelklavier von Seuffert (1830er Jahre)

Vorträge & ImprovisationLectures & Improvisation

Vortrag — „Ein Lebensbild in Bachs Musik“: vier rhetorische Figuren, von den Englischen Suiten bis zur Chaconne, mit Live-Interpretation (Kunitachi College of Music, 2023)
Special zum 69. Geburtstag — eine fortlaufende Improvisation von Genzoh Takehisa

Konzerttermine

Konzert- und Medientermine, vom Künstler selbst gepflegt. Zeiten in japanischer Standardzeit (JST).
Hinweise zu Eintrittskarten finden Sie in den einzelnen Kalendereinträgen.

Diskographie

Über 35 CDs seit 1991, vor allem bei ALM Records — viele davon von „Record Geijutsu" als Aufnahmen besonderen Ranges ausgezeichnet. Eine Auswahl:

  • NEU Bachs Alchemie Vol. 3 — Die Englischen Suiten (vollständig), BWV 806–811 Das neueste Album. Bei Amazon bestellen
  • ALM Bachs Alchemie Vol. 2 — Das Wohltemperierte Klavier I & II (4 CDs) Gesamtaufnahme auf Cembalo und Hammerflügel
  • ALM The Realms of Keyboard Music, Vol. 1–9 Die wegweisende Reihe für Cembalo, Orgel und Hammerflügel
  • ALM Goldberg-Variationen (Cembalo) Ausgezeichnet von „Record Geijutsu"
  • ALM J.S. Bach: Partiten auf dem Silbermann-Flügel Auf dem eigenhändig verbesserten Silbermann-Flügel
  • ALM J.S. Bach: Konzerte I–IV / Johannes-Passion / Händel: Messias u. a. Mit dem Ensemble Conversum Musicum
  • Aeolian Geliebter Jesus (Orgel-Arien) / Sifaces Abschied / Die verliebte Nachtigall „Geliebter Jesus" — ausgezeichnet von „Record Geijutsu"

Unterricht

Eine kleine Zahl von Schülerinnen und Schülern ist willkommen. Folgende Instrumente stehen zur Verfügung:

  • Clavichord
  • Cembalo (deutscher Typ, mit Pedalklaviatur)
  • Silbermann-Flügel (Hammerflügel vom Typ Bachs)
  • Walter-Flügel (vom Typ Mozarts und Beethovens)
  • Broadwood-Flügel (viktorianischer Flügel aus der Zeit von Brahms und Clara Schumann), und weitere

Technik, Interpretation, praktische Ideen für das Konzertieren — von den Grundlagen bis zum Zukunftsweisenden und Schöpferischen: jede Frage ist willkommen.

¥11.000/Lektion
Erwachsene
¥7.000/Lektion
Studierende
¥5.000/Lektion
Schüler bis Oberschule

Honorar je Lektion. Häufigkeit und Form werden individuell vereinbart.
Anmeldung: info@genzohtakehisa.com

Kontakt

Für Konzert- und Veranstaltungsengagements, TV- und Rundfunkauftritte,
Vorträge, Seminare und alle weiteren Anfragen:

Genzoh Project

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